Das exotische Gewürz – Zimt

Das exotische Gewürz – Zimt

Zimtrinde dient vor allem als Gewürz, aber auch als Aromastoff und Heilmittel. So kommt sie in Form von Rollen, als Bruch oder Pulver, als Öl oder in Form anderer Extrakte (“Oleoresin”) in den Handel.Seit Jahrtausenden wird es für medizinische Zwecke eingesetzt, erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte der Einsatz als Gewürz. In der indischen Heilkunst Ayurveda ist Zimt zur Behandlung von Atemwegs -, Verdauungs – und Fortpflanzungserkrankungen ein angesehenes Heilmittel.

Die Wirkung von Zimt

Seit alters her werden Zimt liebesförderliche Eigenschaften nachgesagt. Salomon besprengte sein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt, um die Liebesnacht zu würzen. Im persischen Raum wurden Salben mit Zimt und Honig genutzt, um die Lust und Manneskraft zu stärken. Doch auch in der Volksheilkunde hat Zimt einen festen Platz. Ihm wird eine desinfizierende und krampflösende, durchblutungsfördernde, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. So wird Zimt traditionell vor allem bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Durchfall eingesetzt, aber auch bei Entzündungen, Rheuma und Kreuzschmerzen, Erkältungskrankheiten und Schmerzen.

Im Ayurveda hat Zimt einen hohen Stellenwert – so wird er sowohl in der Ernährung als auch bei bestimmten Störungen (zum Beispiel Wechseljahresbeschwerden) empfohlen. Auch in der traditionellen Chinesischen Medizin wird es als Heilmittel, beispielsweise bei innerer Kälte, Anspannung und Kreislaufschwäche verwendet. Daneben wird Zimt auch in der Aromatherapie vor allem wegen seiner stärkenden, erwärmenden sowie Inspiration und Kreativität anregenden Wirkung eingesetzt.

 Desinfizierende Eigenschaften

Aufgrund seiner desinfizierenden Eigenschaften wird Zimt als Zusatz von Wischwasser und von Einlegesohlen empfohlen. Eugenol, das in den Zimtblättern eine höhere Konzentration aufweist wird in der Zahnmedizin als schmerzstillendes und antibakterielles Mittel verwendet. Daneben wird ihm wie Zimtaldehyd die Fähigkeit zur Insektenbekämpfung zugesprochen. Für einige Aufregung sorgten Studien, die zeigten, dass Zimt durch seinen Inhaltsstoff MHCP eine insulinähnliche Wirkung hat und so den Blutzuckerspiegel senken kann. Daneben zeigten sich positive Auswirkungen auf die Blutfettwerte.

Verdauung: Wirkt gegen Blähungen, Übelkeit. Regt den Speichelfluss und Verdauungssäfte an. Verhindert übermassige Bildung von Darmgasen
Atemwege: Schleimlösende, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Hilft bei Erkältungen, Bronchitis und Husten
Herz – Kreislauf – System: Zimt besitzt antithrombotische Eigenschaften, beugt so Gefäßablagerungen vor
Fortpflanzungsorgane: Hilft bei Menstruationsbeschwerden, reguliert die Periode, kann auch bei Errektionsproblemen hilfreich sein

Als effektives Heilmittel ist Zimt schon seit langem bekannt. Das Gewürz senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern auch die Cholesterinwerte. Zimt kurbelt zudem den Stoffwechsel an und somit ist er durchaus hilfreich, wenn Gewicht reduziert wird. Zimt beinhaltet viele sekundäre Pflanzenstoffe, die auch als Krebsprävention eingesetzt werden können. Das Gewürz ist ebenfalls ein tolles Nahrungsergänzungsmittel, was bei speziellen Therapien wirkungsverstärkend sein kann.

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