Schlafprobleme lindern

Schlafprobleme lindern

Ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir im Bett. Schlaf hat in unserem Leben einen sehr hohen Stellenwert – Unser Organismus erholt sich währenddessen und baut seine körperliche, geistige und psychische Leistungsfähigkeit wieder auf. Trotzdem gibt es immer noch viele Unklarheiten gegenüber dem Schlaf. Wie lange sollten wir schlafen? Gibt es einen richtigen Schlaf-Zeitpunkt? Brauchen wir je älter wir werden wirklich weniger Schlaf? Weltweit haben Menschen Probleme damit, einzuschlafen, durchzuschlafen oder lang genug zu schlafen. Im europäischen Vergleich schläft es sich besonders in Polen schlecht, dort leidet fast jeder Dritte unter Schlaflosigkeit, in Deutschland trifft es ein Viertel der Menschen. In Italien und Dänemark sind dagegen nur 16,6 Prozent betroffen. Das haben Forscher in einer Studie mit über 54.000 Erwachsenen ab 50 herausgefunden. Die Insomnie – also die chronische Ein- und Durchschlafstörung – beeinträchtigt am häufigsten unseren Schlaf. Seltener machen uns Atemstörungen, Schlafapnoe genannt, oder das Syndrom der unruhigen Beine zu schaffen.

Warum guter Schlaf wichtig ist

Wie wichtig guter Schlaf ist, merken wir immer erst dann, wenn er uns fehlt. Ein erholsamer Schlaf lässt uns motiviert und energiereich in den neuen Tag starten. Das ist aber nicht alles. Unser Körper arbeitet nachts auf Hochtouren. Beschädigte Zellen werden repariert und der Stoffwechsel wird reguliert. Das Immunsystem wird aktiviert und gestärkt. Nachts hat das Gehirn Zeit, Informationen in Ruhe zu verarbeiten und im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Du lernst sozusagen im Schlaf. Guter Schlaf unterstützt dich beim Abnehmen und beim Muskelaufbau. Im Schlaf vermehrt sich das appetitzügelnde Hormon Leptin. Dadurch hast du am nächsten Morgen weniger Hunger. Der Aufbau und die Regeneration deiner Muskulatur erfolgt ebenfalls, während du schläfst.

Folgen von Schlafproblemen

Bekommt dein Körper zu wenig Schlaf, startest du automatisch schlechter in den Tag. Du bist gereizt oder sogar schneller überfordert. Dein Körper ist gestresst. Wer schlecht schläft, hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Du kannst deine ursprünglichen Leistungen auf der Arbeit, in der Schule oder beim Training nicht zu 100 % abrufen. Es fällt dir schwerer, neue Dinge zu lernen und zu behalten. Ein- und Durchschlafprobleme bringen deinen Hormonhaushalt durcheinander. Es wird mehr von dem appetitanregenden Hormon Ghrelin, produziert. Die Folge: du hast ständig Hunger auf fettige und süße Nahrungsmittel.
Als Alternative kannst du kalorienarme und proteinreiche Snacks wählen.

Ursachen von Schlafproblemen

Schlafprobleme können viele Ursachen haben. Hier einige Beispiele:

  • Stress im Alltag oder Berufsleben
  • Du befindest dich gerade in einer belastenden Situation (anstehende Prüfung, Trennung, etc.)
  • Gesundheitliche Probleme (du brütest etwas aus, Schmerzen, Allergie oder andere Erkrankungen)
  • Falsches Schlafverhalten (du gehst zu früh oder zu spät ins Bett)
  • Du hast zu viel und zu spät am Abend gegessen
  • Lärmbelastung
  • Zu viel Alkohol, Koffein oder Nikotin
  • Schlechte Abendroutine (z.B. langes Fernsehen)


Natürliche Helfer für einen besseren Schlaf

Baldrian

Zu den relevanten Inhaltsstoffen des Baldrian zählen neben dem ätherischen Öl außerdem die Valepotriate und Lignane. Die entspannende und schlaffördernde Wirkung beruht auf einer erhöhten Ausschüttung und geringeren Wiederaufnahme vom hemmenden Botenstoff GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Indiziert sind Baldrian-Präparate bei Unruhezuständen und nervös bedingten Schlafstörungen. Eingesetzt wird die Pflanze als Extrakt in verschiedenen Fertigarzneimitteln. Neben Monopräparaten gibt es verschiedene Kombinationen mit sedativ wirkenden Arzneipflanzen wie Melisse, Hopfen oder Passionsblume. Baldrianwurzel ist außerdem in diversen Teemischungen oder einzeln als Tee erhältlich.Sie hat, wenn man sie vor dem Schlafengehen einnimmt, auch keine negativen Auswirkungen auf den nächsten Tag. Anders als manche Schlafmittel, die einen dauerhaft träge und müde machen. Sie sind also eine ungefährliche, natürliche Lösung, um Schlafstörungen zu behandeln.

Hopfen

Hopfen wird vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden und bei Schlafstörungen verwendet. Es gibt getrocknete Hopfenzapfen, aber auch Produkte wie Tinkturen, Tabletten oder Kapseln aus Hopfenextrakt. Die Bitterstoffe des Hopfens wirken beruhigend, wodurch wir uns besser entspannen und schneller einschlafen können. Auch die Schlafqualität selbst kann sich mit Hopfen nachweislich verbessern. Dazu eignen sich sowohl Tees als auch pflanzliche Arzneimittel mit Hopfen. Letztere werden häufig mit Baldrian angeboten, der ebenfalls beruhigend wirkt.

Lavendel

Dessen Zusammensetzung sorgt dafür, dass wichtige Botenstoffe der Reizverarbeitung im Nervensystem wieder ins Gleichgewicht kommen. Studien zeigen: Die mit dem Naturpräparat behandelten Angstpatienten fühlten sich bereits nach wenigen Tagen ausgeglichener und konnten nachts besser schlafen. Im Gegensatz zu Schlaf- oder Beruhigungsmitteln macht Lavendel weder abhängig noch tagsüber müde und verträgt sich gut mit anderen Medikamenten – völlig nebenwirkungsfrei.

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